Fünf neue IMJ-Förderprojekte für innovativen Schweizer Journalismus

Insgesamt CHF 176’800 für Community Building, neue Distributionswege und multimediale Formate, für eine Art von Nähe-Journalismus, der auch in der Finanzierung neue Wege beschreitet.
🔹 Giulia Speri (laRegione) – Community Ticino | CHF 20’000
Aus Ticino7 entsteht Community Ticino, eine multimediale Plattform für ein junges Publikum – mit Videos, Artikeln, Social Media, Community-Dialog und Veranstaltungen. Die Jury sieht darin einen wichtigen Impuls für eine unterversorgte Zielgruppe im Tessin und würdigt die Verbindung verschiedener Kanäle und Aktivitäten.
🔹 Samuel Hufschmid (bajour) – Hyperlokale Nachrichten mit Apertus | CHF 20’000
Mit dem offenen Schweizer LLM Apertus will bajour die automatisierte Erstellung und Prüfung hyperlokaler Nachrichten für zehn Gemeinden erproben. Die Jury sieht darin einen überzeugenden Ansatz, KI als Unterstützung im Lokaljournalismus einzusetzen – mit potenzieller Vorbildwirkung.
🔹 Yvan Pandelé (Heidi.news) – HeidiBonjour | CHF 20’000
Heidi.news bringt seine internationalen Korrespondent:innen direkt auf WhatsApp: tägliche, persönliche Nachrichten aus Hong Kong, Kyiv, Kairo oder New York. Die Jury würdigt das Projekt als überzeugendes Beispiel für Rapid Prototyping in der Redaktion – mit einem stimmigen Verhältnis von Aufwand und Ziel.
🔹 Charlotte Theile (Elephant Stories) – Elephant in the Room | CHF 16’800
Aus dem erfolgreichen Podcast soll ein multimediales, mitgliedergetragenes Medienformat mit Videos, Zusatzinhalten und Live-Begegnungen werden. Die Jury sieht darin eine mögliche Blaupause für andere audiofokussierte Nischenangebote – getragen von einem überzeugenden Team und einem plausiblen Geschäftsmodell.
🔹 Jean Abbiateci (Innomédia SA) – Local.express | CHF 100’000
Auf Basis des erfolgreichen Piloten Yverdon.Express soll ein Netzwerk hyperlokaler Medien in der Romandie entstehen – unterstützt durch KI, Community Management und neue Membership-Modelle. Die Jury bezeichnet den Skalierungsansatz als sehr überzeugend und hebt die detaillierte Planung und die bereits mehrmonatige Praxiserfahrung hervor.
Fünf Projekte, fünf unterschiedliche Wege, Journalismus neu zu denken – und Innovation in den redaktionellen Alltag zu bringen.

